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Surfen - Ein Sport der Könige

Was viele nicht wissen, das Surfen einmal ein Sport der Könige war. So waren auf Hawaii einst die besten Strände nur für die alii (Mitglieder des Könighauses) reserviert.

Erfunden wurde das Surfen wohl von den Polynesiern und gelangte mit den wagemutigen Seeleuten zwischen dem 1600 bis 1700 Jhr. auf die Vulkaninseln von Hawaii. Manche behaupten sogar das heʻe nalu (Reiten der Wellen) sei zentraler Bestandteil der hawaiianischen Kultur seit der Erstbesiedelung um das Jahr 1000. Dort mauserte es zu einem Sport bei dem die Herrschenden Ihr Können und Ihre Geschicklichkeit zeigen konnten und mussten. Manche Historiker gehen sogar soweit zu behaupten, dass man nur König werden konnte wenn man ein herausragender Surfer gewesen sei. Auch Kamehameha I., der Große, welcher die Inseln unter seinem Haus erstmals vereinte, soll ein großer Surfer gewesen sein. Sein Geschick mit dem Brett wird noch heute in hawaiianischen Liedern besungen. 

Für die Hawaiianer war das Surfen jedoch nicht nur ein Sport, sondern vielmehr ein wichtiger Bestandteil ihrer Religion. So legten sie sehr viel Wert auf die Auswahl des richtigen Baumes durch die Kahunas (Priester) und führten religiöse Rituale, wie das Opfern von Fischen sowie rituelle Gesänge, während dem Bau des Surfbrettes durch. Die gesellschaftliche Bedeutung des Wellenreitens wird unter anderem durch die Tatsache deutlich, dass die Buchten mit den höchsten und besten Wellen für die königliche Familie reserviert und für die restliche Bevölkerung mit einem strikten Tabu belegt waren. Manche der Buchten der Könige wie Kahaluʻu Bay und Holualoa Bay sind auch heute noch bei internationalen Surfer Gemeinde höchst beliebt. Erst mit dem Ende des kapu (Taboo) Systems im Jahr 1819 wurden diese verbotenen Strände auch für den gewöhnlichen Surfer zugänglich.  

Erstmal geschichtlich belegt ist die Kunst des Wellenreitens 1769 durch den Botaniker Joseph Banks, welcher sich an Bord der HMS Endeavour, auf der ersten Polynesien Expedition von Kapitän James Cook befand. Einen ausführlichen Bericht gab es allerdings erst von Cooks Nachfolger dem Leutnant James King, er berichtete 1779: “Die größten Wellen brechen sich an der Küste, sie tragen die Wellenreiter mit einer überraschenden Geschwindigkeit und es scheint eine hohe Kunst zu sein immer in einer Richtung auf dem Wellenkamm zu bleiben. Diese Übungen lassen sie fast wie Amphibien aussehen aber es scheint sich um ein Vergnügen zu handeln nicht um einen Wettkampf. Insgesamt scheinen sie sich bei diesen Leibesübungen bestens zu amüsieren.”   

Ein Höhepunkt des Jahres war im alten Hawaii das Makahiki-Fest, das antike Neujahrsfest der Inselbewohner. Die Arbeit wurde hierbei zu Ehren des Gottes Lono ganze 3 Monate unterbrochen um Erholung, Sport, Tanz und Festmahle zu genießen. Jegliche Kämpfe waren in dieser Zeit bei Todesstrafe untersagt. Zentrale Bedeutung hatten beim Makahiki-Fest die Wellenreit-Wettkämpfe, zu denen Tausende von Zuschauern kamen, um das Können der Surfer zu bestaunen.

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